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Compo_Expert_Ratgeber_GaLaBau_2018

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Das Informationsheft für die Düngung im Garten und Landschaftsbau und Kommunalbereich.

STADTBÄUME Maßnahmen

STADTBÄUME Maßnahmen und Methoden zur Vermeidung von Schäden ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ Bereitstellung größtmöglicher, gut durchwurzelbarer Standflächen/Baumscheiben (nach DIN 18916 min. 6 m 2 Baumscheibe und 12 m 3 Volumen) Verwendung von geeigneten strukturstabilen Baumsubstraten oder Einsatz entsprechender Bodenverbesserungsmittel Boden-pH-Werte unter 4,5 und über 8,5 vermeiden Sorgfältige Standortprüfung auf mögliche zukünftige Konflikte (Abstand zu Gebäuden, Straßen, ober- und unterirdische Versorgungsleitungen etc.) Verwendung von speziellen Pflanzkörben oder Einbau von Trennelementen Lenkung des Wurzelwachstums durch wurzelattraktive Substrate und „Wurzelbrücken“ Schonende, nicht zu tiefe Pflanzung, ggf. Baumschutzmaßnahmen Bei beanspruchten Flächen (Parkplätze etc.) Verwendung von wasser- und luftdurchlässigen Belägen und Schutzgittern Angemessener Pflanz- und ggf. anschließender Erziehungsschnitt zum Aufbau einer stabilen Krone Abb. 34: Blumentopfeffekt Pflanzsubstrat und Bodenverbesserung Nur eine rasche und intensive Wurzelentwicklung führt zu einer bestmöglichen Erschließung des Wasser- und Nährstoffpotenzials und damit zur nachhaltigen Sicherstellung der Wachstumsansprüche. Deshalb ist die Verwendung eines geeigneten Pflanzsubstrates mit guten physikalischen und chemischen Eigenschaften wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches An- und Weiterwachsen. Da eine Korrektur der Substrat- bzw. Bodeneigenschaften nach der Pflanzung nur schwer möglich ist, müssen die Anforderungen von Anfang an klar definiert sein und eingehalten werden. Tab. 16: Anforderungen an Baumsubstrate Eigenschaft Strukturstabilität Hoher Anteil an luftführenden Poren Luftkapazität mind. 10 % Speicherkapazität für Wasser und Nährstoffe Wasserkapazität mind. 25 % Bedeutung Hoher Anteil an stabilen Gerüststoffen wie Grobsand, Kies, Splitt und Lava verhindern Verdichtungsgefahr und Staunässe Ausreichend Grobporen gewährleisten Sauerstoffversorgung für aktives Bodenleben und Wurzelentwicklung Wesentliche Voraussetzungen für Wachstum und Vitalität. Erfordert genügend Mittelporen, organische Substanz, Algen oder spezielle Zuschlagstoffe Gute Nährstoffversorgung Nützliche Mikroorganismen wie Bacillus subtilis, Mykorrhiza Als Depotdünger langfristige Nährstoffquelle Unterstützen die Erschließung ungünstiger Standorte In der DIN-Norm 18916 „Empfehlungen für Baumpflanzungen“ Teil 1 und Teil 2 der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. sind ausführliche Informationen und konkrete Angaben zu definierten Substraten und Pflanzgrubenbauweisen aufgeführt; sie sei an dieser Stelle als hilfreiches Nachschlagewerk empfohlen (www.fll.de). Zu geringer und schlecht vorbereiteter Standraum führt zum sogenannten „Blumen topfeffekt“ mit unzureichender Wurzelbildung (Foto: Prof. Balder, Berlin). Geeignete Substrate lassen sich jedoch aus entsprechenden Zuschlagstoffen auch relativ leicht selbst herstellen und als Pflanzsubstrat verwenden. Entscheidend ist, dass der Unterboden keine Verdichtungshorizonte aufweist und eine gute Drainage besitzt. 28 GaLaBau und kommunales Grün | www.compo-expert.de

Abb. 35: Baumpflanzung Tab. 17: Substrat für Baumpflanzungen Mineralischer Anteil Vol. % Oberboden, schwachbindig; Ton/Schluff < 20 Gew.-% 30 % Lava, Kies oder Splitt 8/16 mm 15 % Lava 2/8 mm 15 % Sand 0/3 mm 25 % Gut zersetzter Kompost (Grün/Laub) 15 % Zuschlagstoffe Menge je m 3 Vorratsdünger Basacote® 9M 2 – 3 kg/m 3 Silikatkolloid Agrosil® LR 2 kg/m 3 Optimal abgestimmte Pflanzsubstrate sind Voraussetzung für nachhaltige Standort erschließung. Agrosil® Algin 5 kg/m 3 Abb. 36: Baumpflanzbeet Abb. 38: 2 FLL Pflanzgruben-Skizzen Sehr gut angelegte Baumpflanzbeete mit Schirmplatanen, die später für Beschattung sorgen sollen. Abb. 37: Schutz von Baumpflanzungen Im GaLaBau werden auch Baustoffe für Wegebau und Pflasterungen etc. verwendet. Baumpflanzungen sind entsprechend zu schützen, um Stammschäden zu vermeiden. GaLaBau und kommunales Grün | www.compo-expert.de 29

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