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Compo_Expert_Ratgeber_GaLaBau_2018

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Das Informationsheft für die Düngung im Garten und Landschaftsbau und Kommunalbereich.

GRUNDLAGEN Bedeutung Der

GRUNDLAGEN Bedeutung Der Boden bildet die Grundlage für wertvolle Grünflächen, die Menschen Erholung und Entspannung spenden, Freizeitaktivitäten ermöglichen und damit die Lebensqualität in urbanen Räumen erhöhen. Der Boden muss als Standort für Pflanzen dienen und durchwurzelbaren Raum, Wasser, Nährstoffe, organische Substanz, Sauerstoff und aktives Bodenleben in ausreichendem Umfang zur Verfügung stellen können. Ungestörte natürliche Böden finden wir in Städten und Siedlungen allerdings selten. Dieser Umstand verlangt eine gezielte Ansprache und Berücksichtigung bei Pflanzarbeiten und Bodenverbesserungsmaßnahmen. Abb. 3: Bodenprofil Gerade im städtischen Umfeld ist der Wasserhaushalt des Bodens ein wichtiger Faktor. Die Wasserspeicherkapazität eines Bodens hängt von dem Porenvolumen und der Porengröße ab, wobei sich nur in den sogenannten Mittelporen auch pflanzenverfügbares Wasser befindet. Grobporen sind für die Wasserführung und Lufthaushalt wichtig, Feinporen halten Wasser so fest gebunden, dass es für die Pflanzen kaum nutzbar ist. Bodenansprache vor der Pflanzung ist wichtig: Ein zu hoher Schluffanteil z. B. kann zu Staunässe und anaeroben Bedingungen führen Tab. 2: Porenvolumen Porengröße Eigenschaften Bodenart Weite Poren schneller Abfluss, rasch abnehmender Wassergehalt, austrocknungsgefährdet Sandboden Enge Poren langsamer Abfluss, feuchter Boden, Neigung zur Staunässe, intensive Wasserbindung, kaum pflanzen verfügbares Wasser, langsame Abgabe des Wassers Tonboden Ein optimaler Boden verfügt über ein günstiges Verhältnis dieser verschiedenen Porenarten (siehe Abb. 1, S. 4). Suboptimale, gestörte Böden können mit geeigneten Zuschlagstoffen und Bodenhilfsmitteln wie z. B. Agrosil® LR hinsichtlich einer bestimmten Anforderung gefördert werden. Tab. 3: Zuschlagstoffe zur Verbesserung von Bodeneigenschaften Bodenhilfsstoffe Vol.-Gew. (g/l) Porosität (Vol.-%) Luft (Vol.-%) Pfl.-verfügb. Wasser (pF 1 – 2,5) (Vol.-%) KA K (mval/l) Idealsubstrat (Landschaftsbau) 800 – 1.400 50 20 18 – 22 120 – 150 Weißtorf Rindenkompost Sägemehl 177 260 231 88 82 85 15 11 14 39 31 29 80 – 180 20 – 140 Ton Sand Perlite 1.100 – 1.600 1.200 – 1.800 120 40 – 55 35 – 50 95 3 – 13 20 – 40 55 5 – 15 2 – 12 18 200 – 450 10 – 40 1 – 2 (Quelle: nach RÖBER und SCHALLER, 1985) 6 GaLaBau und kommunales Grün | www.compo-expert.de

Bodenansprüche der Bäume an pH-Wert Für die Beurteilung der Bodengehalte an Nährstoffen und des pH-Werts kann nur eine Bodenanalyse Auskunft geben. Hierzu wird eine repräsentative Probe des Bodens gezogen und an ein Bodenlabor zur Untersuchung weitergeleitet. In der Analyse werden die Art des Bodens, die Nährstoffgehalte und der pH-Wert angegeben. Hieraus werden Nährstoffdefizite bzw. -inbalancen offensichtlich und weitere Maßnahmen können abgeleitet werden. Abb. 4: Beeinflussung der Nährstoffverfügbarkeit durch Bodenreaktion (pH-Wert) sauer neutral alkalisch pH-Wert Stickstoff = N pH-Wert Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die Pflanzenentwicklung und die Verfügbarkeit von Spurennährstoffen. Für viele Baumarten kann ein pH-Wert von 6,0 – 7,0 als günstig angesehen werden (Abb. 4). Bei ausreichender Nährstoffversorgung können auch pH-Werte von 5,5 bis 7,2 toleriert werden. Viele Baum standorte in den Städten sind jedoch durch hohe Kalzium- Gehalte und damit relativ hohe pH-Werte (über pH 7) gekenn zeichnet. Dies hemmt aber die Aufnahme wichtiger Spuren elemente wie Eisen, Bor, Mangan, Kupfer und Zink. Zu beachten ist, dass hohe pH-Werte auch durch Streusalz eintrag (Natrium) verursacht werden können. Phosphor = P Kalium = K Schwefel = S Kalzium = Ca Magnesium = Mg Eisen = Fe Bei Spurennährstoffen kann also trotz ausreichender Gehalte im Boden Mangel in der Pflanze auftreten. Hohe pH-Werte im alkalischen Bereich wirken sich auch negativ auf eine Besiedlung der Baumwurzeln mit Mykorrhizapilzen, einer für das Baumwachstum wichtigen Symbiose, aus, da nur wenige Pilze diesen pH-Bereich tolerieren. Mangan = Mn Bor = B Kupfer/Zink = Cu/Zn Viele Spurennährstoffe (auch schädliche Schwermetalle) können bei zu niedrigen pH-Werten hingegen zu stark mobilisiert werden, sodass sogar die Grenze der Pflanzenverträglichkeit überschritten wird. Bei pH-Werten unter 5,5 sollte auf jeden Fall gekalkt werden. Bei hohen pH-Werten sollte eine Kalkung unterbleiben und pH-Wert-reduzierende Düngemittel verwendet werden (z. B. Floranid® Twin Baumkraft). Molybdän = Mo Optimalbereich GaLaBau und kommunales Grün | www.compo-expert.de 7

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