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Compo_Expert_Strapazierter_Sportrasen

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Tipps und Inormationen über die Anlage und Pflege von strapazierfähigen Sportrasenflächen.

10 PUNKTE FÜR DEN

10 PUNKTE FÜR DEN BESSEREN SPORTRASEN IN DER ÜBERSICHT Top 1: Spielbelastung Sportplätze vertragen in Abhängigkeit von der Bauweise (DIN 18035/4 oder Oberbodenaufbau) unterschiedliche Be las tungs intensitäten. Übersteigt die Belas tung die Verträglichkeitsgrenze, so sind Schäden an der Rasennarbe und am Bo den zu erwarten. Hinweise: ■■ Im Zeitraum Spätherbst/Winter die Belastung möglichst reduzieren. ■■ Böden mit hohen Schluff(lehm)- oder Humusanteilen nicht bei starker Nässe belasten. ■■ Keine Walzen mit hohem Bodendruck verwenden. ■■ Übungsbetrieb beim Training auf weni ger bespielte Flächen verlagern. ■■ In kritischen Situationen Platz rechtzeitig sperren! Top 2: Mähen Bei regelmäßigem Schnitt und Einhaltung der fachgerechten Schnitthöhe entwickelt sich durch Seitentriebbildung eine dichte und strapazierfähige Rasen narbe. Hinweise: ■■ Schnittgut und Narbenreste möglichst abkehren, dies gilt besonders bei DIN-Plätzen. ■■ Schneidwerkzeuge rechtzeitig schärfen, nie mit stumpfen Messern arbeiten. ■■ Optimale Schnitthöhe für Gräserarten berücksichtigen. ■■ Tiefschnitt reduziert das Wurzelwachs tum und die Regenerationskraft. ■■ Die Verwendung von Langzeitdüngern verhindert Massenwachstum und unnötigen Mähaufwand. Top 3: Düngen Die richtig bemessene Düngermenge orien tiert sich am Grä ser bedarf und an der Belastungsintensität des Platzes. Ein aus gewogenes Nährstoffverhältnis fördert die Gräservitalität. Hinweise: ■■ Eine Volldüngung mit N-P-K-Mg und Spurenelementen verhindert einseitige Ernährung. ■■ Neue angelegte Sportplätze haben in den ersten Jahren einen erhöhten Bedarf (10– 20 %). ■■ Auf stark durchlässigen Böden Kali- und Magnesiumzufuhr erhöhen. ■■ Standortbedingungen und Boden berücksichtigen – Bodenanalyse-Werte. Gräser vertragen in der Bodenlösung keine hohen Konzentrationen an „freiem“ Stickstoff; deshalb kommt es auf den richtigen Langzeitstickstoff an. ISODUR®-Stickstoff liefert die bedarfsgerechte Gräserversorgung. Die Kombination von ISODUR®- und CROTODUR®-Stickstoff in den Floranid® Twin -Düngern gewährleistet eine bedarfsgerechte und zuverlässige Nährstoffversorgung. Hinweise: ■■ Dünger auf der Fläche mit geeignetem Gerät gleichmäßig verteilen. Düngerstreuer nicht auf dem Platz befüllen. ■■ Überlappungsbereiche bei Schleuderstreuer einhalten. ■■ Dünger möglichst nur auf abgetrocknetem Rasen ausbringen. ■■ Rechtzeitig nachdüngen zur Erhaltung der Regenerationskraft! ■■ Nach dem Düngen bewässern. ■■ Flächen unmittelbar nach dem Düngen nicht betreten, bis die Granalien vollständig aufgelöst sind. Top 4: Beregnung Die fachgerechte Beregnung ist ent schei dend für den spar samen und effektiven Wasserverbrauch einer Rasenfläche. Hinweise: ■■ Beregnungszeitpunkt immer vor Welkebeginn wählen. ■■ Viele kleine Gaben erhöhen Wasserverluste und führen zu einer Reduzier ung des Wurzelsystems und förderung der Pao unnua. ■■ Möglichst große Beregnungsintervalle einhalten. ■■ Beregnungsmenge soll Wurzelhorizont voll durchfeuchten! ■■ Bei sehr trockenen, wasserabweisenden Böden zur Verbesserung der Wasserverteilung und -effizienz KICK® Wetting Agent Konzentrat oder KICK® LDS vor der Beregnung ausbringen. Top 5: Wurzelaktivierung Wurzeln sorgen für eine ausreichende Scherfestigkeit der Rasennarbe und die nen der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Hinweise: ■■ Bodenhilfsstoff Agrosil® LR fördert das Wurzelwachstum. ■■ Agrosil® LR verbessert nachhaltig die Bodenstruktur. ■■ Agrosil® Algin fördert die biologische Aktivität, Kationenaustausch kapazität sowie die Wasser- und Nährstoffspeicherung. ■■ Basfoliar® Root Booster SL unterstützt die Wurzelentwicklung und Etablierung neuer Ansaaten. 54 RATGEBER SPORTRASEN | www.compo-expert.de

Top 6: Vertikutieren Die Bildung von Rasenfilz bedeutet Über schuss an Biomasse in der Rasennarbe. Eine mechanische Bearbeitung wird er forderlich. Hinweise: ■■ Rechtzeitig mit der Bearbeitung von Rasenfilz beginnen (3– 5 mm). ■■ Arbeitstiefe bei Vertikutiermesser max. bis an den Bodenhorizont einstellen. ■■ Saure Düngung fördert Filzbildung! Top 7: Aerifizieren Ein angemessener Anteil an Grobporen sorgt für eine ausreichende Luftversorgung im Rasenboden. Oberflächennahe Bodenverdichtungen werden durch das Aerifizieren gebrochen und mit Hohlzinken kann ein Bodenaustausch vorgenommen werden. Hinweise: ■■ Bei bindigen und humosen Böden aus gestanzte Bodenkerne immer abfahren. ■■ Bei sandreichen Substraten kann Trag schichtmaterial nach Antrocknung wie der eingeschleppt werden. ■■ Günstige Termine für das Aerifizieren sind die Frühjahrsspielpause und der Spätsommer. ■■ Die Einarbeitung von Agrosil® LR in die Aerifizierlöcher unterstützt nachhaltige Bodentherapie. ■■ Beste Wirkung liefern Geräte mit Hohlzinken (Spoons). ■■ Ca. 10 Tage vor mechanischer Bodenbarbeitung auf ausreichende Nährstoffgabe für Regenerationswachstum achten. Top 8: Besandung Der Einsatz von Sand fördert die Durchlässigkeit für Luft und Wasser und sorgt für die Erhaltung der Eben flächigkeit auf den Rasenplätzen. Hinweise: ■■ Besandungsmaßnahmen möglichst in Kombination mit mechanischen Bearbeitungen (Vertikutieren oder Aerifizieren) vornehmen. ■■ Kleinere, häufiger ausgebrachte Sandgaben wirken günstig. ■■ Zur Einarbeitung des Sandes Schleppnetz oder Bürsten einsetzen! ■■ Ggf. Bodenverbesserung mit dem Sand einarbeiten (Agrosil® LR, Agrosil® Algin). Top 9: Integrierter Pflanzenschutz Eine sachgerechte Pflege mit ausrei chen der Nährstoffversorgung fördert Gräservitalität und verringert Einwanderung von Unkräutern. Treten spezielle Probleme auf, so können Pflanzenschutzmittel je nach Zulassungs- und Genehmigungssituation eingesetzt werden. Hinweise: ■■ Diagnose und Erkennung der Ursachen ist die Voraussetzung für eine fachgerechte Behandlung. ■■ COMPO EXPERT-Rasen-App bietet Hilfe bei der Diagnose von Rasenkrankheiten. ■■ Für die Anwendung von Pflanzenschutz mitteln Zulassung beachten und – nach regionalen Vorgaben – Ge nehmigungen bei Pflanzenschutzämtern bzw. zuständigen Behörden be antragen (siehe www.pflanzenschutzdienst.de). ■■ Vorbeugende Vitalisierungsmaßnahmen mit Biostimulanzien (Vitanica®-Linie). Top 10: Regeneration In der Sommerspielpause bietet sich zur nachhaltigen Verbesserung des Rasenplatzes eine Regenerationsmaßnahme an, die sich am Zustand des Platzes orientieren sollte. Grundsätzlich besteht diese aus mechanischer Bearbeitung, Bodenverbesserung und Nachsaat. Hinweise: ■■ Pflege- und Düngeaufwand der Belas tungsintensität anpassen. ■■ Stärkere Verdichtungen durch Tiefenlockerung beheben. ■■ Für Nachsaat geeignete RSM-Mischung auswählen z. B. Seed Regeneration oder Regeneration Plus (gute Sorten Lolium perenne). ■■ Ausbesserung der Strafräume mit Fertigrasen prüfen. ■■ Startdüngung für die Etablierung der Neuansaat ausbringen. RATGEBER SPORTRASEN | www.compo-expert.de 55

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