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Das_wichtigste_zur_Duengung

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Hauert gibt hier interessante Einblicke in die Welt der Nährstoffe.

Anwendung von

Anwendung von spezifischen Blattdüngern bei Nährstoffmangel Nährstoffmangel und dessen Korrektur 06 Kultur Aufwandmenge (Produkt) Dünger Element- Gehalt (%) Zierpflanzen Container- Baumschulen Gartenbau Gemüse Obstbau Weinbau Kartoffeln Getreide g /a kg /ha Bemerkungen Harnstoff 46 % N x 300 – 600 30 – 60 bei Wachstumsstockung x 100 – 300 10 – 30 bei Wachstumsstockung x x x x 20 – 40 2 – 4 bei Wachstumsstockung Magnesium-Sulfat 9,8 % Mg x x x x 100 10 Obst: 8 Wochen nach der Blüte; Weinbau: nach Fruchtansatz x x 50 5 Baumschule, Gartenbau Calciumnitrat 15,5 % N x x 20 – 50 2 – 5 Tomaten: Gegen Blütenendfäule. Salat: Gegen Innenbrand. Apfelanlagen: Gegen Stippe. 2-6 Behandlungen, 1000 l Wasser/ha Mangan-Sulfat 1) 32 % Mn x 100 10 x 20 – 50 2 – 5 Möglichst früh anwenden. x x x 2 – 4 0,2 – 0,4 x 5 – 10 0,5 – 1,0 Plantaktiv Mn 13 % Mn x x 10 – 20 1 – 2 (Mangan-Chelat) x x x 0,4 – 2 0,04 – 0,2 x x 5 – 10 0,5 – 1 Kupfer-Sulfat 25 % Cu x x x 5 – 10 0,5 – 1 x 1 – 4 0,1 – 0,4 Plantaktiv Cu 14 % Cu x x x 5 – 10 0,5 – 1,0 (Kupfer-Chelat) x x x 0,8 – 2 0,08 – 0,2 Solubor 1) 17,5 % B 50 – 80 5 – 8 Zuckerrüben: 2 Behandlungen, ab 6-Blatt-Stadium x x x 4 – 8 0,4 – 0,8 x x 10 – 20 1 – 2 Obstbäume ab Vorblüte (sind im F2 empfindlich; max 0,1%) Eisen-Sulfat 19 % Fe x x x 4 – 8 0,4 – 0,8 x 10 – 20 1 – 2 Plantaktiv Fe 13 13 % Fe x x x 0,8 – 2 0,08 – 0,2 (Eisen-Chelat- EDTA) x 4 – 8 0,4 – 0,8 Zinksulfat 36 % Zn x 5 0,5 x x x 2 – 3 0,2 – 0,3 x 5 – 10 0,5 – 1,0 Plantaktiv Zn 14 % Zn x x x 0,4 – 2 0,04 – 0,2 (Zink-Chelat) x x 1 – 4 0,1 – 0,4 Natriummolybdat 40 % Mo x x x 0,4 – 0,8 0,04 – 0,08 4 0,4 x x 2 0,2 1) Solubor und Mangansulfat nicht mischen, denn diese Mischungen führen nach kurzer Zeit zu Ausflockungen und können Filter und Düsen verstopfen. Bei Nährstoffmangel unbekannter Ursache: 2 x „Vegesan MEGA“ (2 x 4 l/ha). 42

07 Düngemittel Organische Handelsdünger Sie bestehen aus pflanzlichen oder tierischen Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie sowie aus Mist. Tierische Rohstoffe unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften betreffend Herkunft und Hygienisierung (BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe usw.) Die meistverwendeten pflanzlichen Rohstoffe: Malz: getrocknete Keimlinge von gemälzter Gerste oder Weizen, Rapskuchenmehl: Presskuchen von Ölraps, Maiskleber: Nebenprodukt der Maisstärke- Herstellung, Vinasse: Nebenprodukte aus der Zuckerherstellung. Weitere pflanzliche Rohstoffe, welche wegen ihrem geringen Nährstoffgehalt vorwiegend als Bodenverbesserer eingesetzt werden: Traubenkernmehl, Kaffeesatzmehl. Die meistverwendeten tierischen Rohstoffe: Hornspäne, Hornmehl: zerkleinerte Hörner und Hufe von Wiederkäuern, Federmehl: Federn von Mastpoulets und Truthähnen (Masthähnchen und Puten), Fleisch-Knochenmehl: Mehl aus Zerlegeknochen verschiedener Tierarten (Lebensmittelqualität), Haut- und Ledermehl: Mehl aus Häuten bzw. Schwarten diverser Tierarten, Blutmehl. Die einzelnen organischen Rohstoffe sind vielfach nur schlecht als Dünger geeignet. Erst durch die richtige Kombination verschiedener Rohstoffe und durch die optimale Behandlung entstehen hochwertige Dünger mit einem hohen Wirkungsgrad. Mineralische Handelsdünger Mineralsalze: Aufbereitete, mehr oder weniger wasserlösliche Salze aus natürlichen Lagerstätten wie Kaliumchlorid, Kaliumsulfat, Magnesiumsulfat, Rohphosphat. Chemisch aufgeschlossene und zum Teil umgewandelte Mineralsalze: Superphosphat, Triple-Superphosphat, Ammonphosphat, Kaliumphosphat. Synthetisch hergestellte Dünger: Ammonnitrat, Ammonsulfat, Calciumnitrat, Kaliumnitrat, Kalkstickstoff, Harnstoff. Aufbereitete Gesteinsmehle Gemahlene und durch physikalische Verfahren aufbereitete Gesteine: Kalkstein, Dolomit (Ca, Mg) , Meeresalgenkalk, Granit (diverse Spurenelemente), vulkanische Gesteine (diverse Spurenelemente) usw. Organisch-mineralische Dünger Mischdünger aus organischen und mineralischen Rohstoffen. Achtung: Auch ein Mischdünger aus organischen Rohstoffen und (natürlichen) Gesteinsmehlen ist organischmineralisch! Spezifische Eigenschaften von mineralischen Handelsdüngern Chloridgehalt: Diverse Zierpflanzen sowie einige Kulturpflanzen, z. B. die Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Tabak, Auberginen, Paprika usw.), sind sehr chlorempfindlich. Chlorfrei = Dünger enthält weniger als 0,1% Chlor. Chlorarm = Dünger enthält weniger als 2 % Chlor. Nebst der direkten Schädigung der Pflanzen durch Chlorid, ist Chlorid auch eine wesentliche Ursache der Bodenversalzung. Kalkfrei: Dünger enthält keine basisch wirkenden Stoffe, d. h. Karbonate. Ein kalkfreier Dünger kann aber Calcium in nichtbasisch wirkender Form enthalten (z. B. als Calciumnitrat oder Calciumphosphat). Kalkfreie Dünger werden in Kulturen eingesetzt, welche saure Böden benötigen. Versalzungseigenschaften der Dünger: Chemisch gesehen sind die meisten mineralischen Düngerrohstoffe Salze. Die einzelnen Nährstoffe bzw. Nährstoffformen wirken sich jedoch sehr unterschiedlich auf die Salzbelastung der Bodenlösung aus. 43

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