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Hauert gibt hier interessante Einblicke in die Welt der Nährstoffe.

Düngung einzelner

Düngung einzelner Kulturen 08 Stickstoffbedarf von Freiland-Baumschulen (kg N/ha) Nadelgehölze Laubgehölze **) Picea Abies Nährstoffbedarf Standjahr *) (Fichten) (Weisstannen) gering mittel hoch 1. – 2. 15 – 20 25 – 40 25 – 30 30 – 45 40 – 60 3. – 5. 20 – 40 40 – 60 40 – 60 50 – 80 80 – 100 ab 6. 40 – 60 60 – 80 60 – 80 80 – 100 100 – 140 *) Im Pflanzjahr keinen Stickstoff düngen, aber P-K-Mg Grundversorgung vornehmen. **) Beispiele des Stickstoffbedarfes von Laubgehölzen gering mittel hoch Acer palmatum Acer Aesculus Alnus Ailanthus Amelanchier Betula nana Berberis Carpinus betulus Cornus alba Betula Cornus mas Daphne Corylus avellana Fagus sylvatica Genista Crataegus Fraxinus Hippophae Deutzia scabra Juglans Lonicera Elaegnus Ligustrum Potentilla Forsythia Malus Viburnum Ilex Platanus Abies Philadelphus Sambucus Juniperus Populus Sorbus Pinus mugo Prunus Tilia Taxodium Ribes Ulmus Tsuga Robinia Pyrus Rosa Salix Symphoricarpus Chamaecyparis Ginko biloba Larix Picea Pinus Pseudotsuga Taxus Thuja In vielen Gebieten liegt der pH-Wert über dem Optimum. Deshalb ist der Spurenelement- Versorgung grosse Beachtung zu schenken (siehe „Nährstoffmangel und dessen Korrektur“ Seite 34 ff.). 62

08 Düngung im Ziergarten Unter den folgenden Bedingungen ist die Düngung viel anspruchsvoller als bei Pflanzen im freien Raum. In all diesen Fällen ist die Verwendung eines organischen oder umhüllten Langzeitdüngers empfehlenswert. Neupflanzungen: Schaffung einer guten Bodenstruktur im Wurzelraum, z. B. durch Einarbeiten von wenig Torf (Volumenverhältnis 1Teil Torf und 5 Teile Boden.) Kompost höchstens in einem Volumenverhältnis von 1 Teil Kompost zu 10 Teilen Erde einsetzen. Erfahrungsgemäss kommt es nicht selten zu stark überhöhten Salzgehalten, wenn höhere Mengen eingesetzt werden. Organisches Frischmaterial, aber auch Mist, ist nicht geeignet. Düngung: Pro 10 Liter Auffüllerde können 3 – 4 g umhüllter Langzeitdünger oder Hornspäne ins Pflanzloch gegeben werden. Pflanzen in Kübeln, Töpfen, Trögen und auf Dachgärten Stark geschnittene Sträucher und Bäume (Formhecken, Alleebäume) Pflanzen auf schlechtem Standort (Bäume in Kieskoffern) Überwinterung von mediterranen Pflanzen Im Winterquartier ist der Nährstoffbedarf sehr gering. Das Substrat muss während der ganzen Überwinterung feucht (aber nicht nass) gehalten werden. Sollten die Blätter trotz genügend Licht gelb werden, handelt es sich um Stickstoff- und/oder Magnesiummangel. Behebung: mehrmals mit 0,1 % „Hauert Magnit“ (flüssiges Magnesiumnitrat) giessen. Blumenrabatten mit einer dicken Schicht Oberboden versehen (Humus, aber nicht Kompost). Gut strukturierter Oberboden speichert Nährstoffe und Wasser in pflanzenverfügbarer Form. Bei Sträuchern und Bäumen ist die Magnesiumversorgung speziell zu beachten. Düngung von Rasenflächen Der Nährstoffbedarf hängt von den folgenden Faktoren ab: Nutzungsart: je häufiger, desto mehr. Bodenaufbau: Sandaufbau braucht mehr, als konventioneller Aufbau. Organische Substanz/Farbe: humusarm mehr als humusreich. Belastung: je mehr Spielstunden pro Saison, desto höher ist der Nährstoffbedarf. Schnittgutabraum: die mit dem Schnittgut abgeführten Nährstoffe müssen ersetzt werden. Hoher Unkrautbesatz ist ein Zeiger dafür, dass mehr gedüngt werden muss. Alter der Anlage: eine neue Anlage braucht mehr Nährstoffe als eine etablierte. Die Stickstoffdüngung ist bei der Rasendüngung, stärker als bei allen anderen Gartenbaukulturen, das zentrale „Steuerelement“. Der Stickstoffbedarf einer Rasenfläche wird anhand verschiedener Standort- und Nutzungsfaktoren eingestuft (siehe Einstufungsschema Seite 90). Der Bedarf von P, K und Mg ist an den Stickstoffbedarf der Anlage gekoppelt. Das Nährstoffverhältnis N:P:K:Mg der Düngung bei normal versorgtem Boden beträgt 1 : 0,3 : 0,6 : 0,1. 63

Datenblätter