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Hauert gibt hier interessante Einblicke in die Welt der Nährstoffe.

Kompostierung und

Kompostierung und Verwendung von Kompost 11 Möglicher Temperaturverlauf in einer Miete I Hitzephase II Reifephase III Lagerung Zur Hygienisierung mindestens 3 Wochen 55 °C oder 1 Woche über 65 °C sicherstellen (kleine Mieten erwärmen sich weniger, grosse nur in der Mantelzone auf hohe Temperaturen). Dafür ist ein Anteil schnell verrottbares Grünmaterial und Holzhäcksel zur Strukturgebung notwendig. Hohe Anteile Erde und Substrate hemmen die Erwärmung. Durch mehrmaliges Umsetzen in der Hitzephase werden auch die äusseren Schichten hygienisiert. Der Sauerstoffgehalt sollte nicht unter 10 Vol.-% O 2 sinken. Eine zu intensive Bearbeitung und Sauerstoffzufuhr kann jedoch zu hohen Stickstoffverlusten führen. Eine regelmässig hohe Feuchtigkeit (40 – 50 % Wasser) ist in dieser Phase sehr wichtig. In der Reifephase (40 – 55 °C) werden bei einem optimalen Wassergehalt und einer hohen Sauerstoffzufuhr vor allem Pilze gefördert, die komplexere Stoffe abbauen können (im Gegensatz zu den Bakterien in der ersten Phase). Die Stickstoffverluste sind in dieser Phase relativ gering und die Bedingungen für die Bildung von Nitrat erst in diesem Temperaturbereich günstig. Sauerstoffgehalte über 15 % 0 2 sind anzustreben. 70 60 Möglicher Temperaturverlauf in einer Miete wenden Die Lagerphase beginnt mit dem Sieben. Danach ist ein Schutz gegen Vernässung, Zuflug von Unkrautsamen, Trauermücken und Überhitzung nötig (z. B. Kompostvlies): Die Sauerstoffversorgung muss sichergestellt werden. sieben Temperatur in °C 50 40 30 20 I Hitzephase II Reifephase III Lagerung C/N-Verhältnis Das Verhältnis von Kohlenstoff (C) zu Stickstoff (N) der organischen Substanz (Rottemischung) ist ein brauchbares Mass für die Beurteilung der Zersetzbarkeit der organischen Substanz. Bei einem C/N-Verhältnis grösser als 25 neigt Rottematerial dazu, Stickstoff zu fixieren. Mikro organismen werden in ihrer Vermehrung und Aktivität eingeschränkt, die Kompostreifung verzögert sich. Bei grösserer Überschreitung kann es später auch zu einer Stickstoff- Zehrung bei den Kulturen kommen (siehe „C/N-Verhältnis und Stickstoffmobilisierung“, Seite 19). Bei einem engem C/N-Verhältnis, bzw. wenn wenig leicht abbaubare Kohlenstoffverbindungen vorliegen (reifer Kompost, Humus, Torf), wird organisch gebundener Stickstoff in mineralische Formen umgewandelt. Diese sind wasserlöslich oder gasförmig. Liegt eine solche Situation vor (Laboranalyse), muss besonders gut darauf geachtet werden, dass der Kompost nicht zu trocken wird (gasförmige Stickstoffverluste als Ammoniak oder NOx), aber auch nicht zu nass (Auswaschungsgefahr und bei anaeroben Verhältnissen auch gasförmige Stickstoffverluste als N 2 ). Böden oder Substrate, denen ein organisches Material mit weitem C/N-Verhältnis zugeführt wird, müssen eine Stickstoffdüngung (z. B. „Hauert Biorga Composter“) bekommen. Nur so können die Mikroorganismen die zelluloseartige, ligninhaltige organische Substanz (Rinden, Reisspelzen, Kokosfasern, Papier- Recyclingtöpfe) zersetzen. 80

11 Kompostierungsmittel und Impfsubstrat Startphase Durch den Zusatz von stickstoffhaltigen Kompostierungsmitteln kann der Kompostierungsvorgang vor allem in der ersten Phase beschleunigt und die Geruchsbildung reduziert werden. Die Wärmeentwicklung wird gesteigert, was sich positiv auf die Hygienisierung auswirkt. Die benötigte Menge Kompostierungsmittel hängt vom Kompostmaterial ab: Frischgut: 300 – 400 g „Hauert Biorga Composter“ pro m2 und Schicht von 10 bis 15 cm. Vorverrottetes Material: 600 – 800 g „Hauert Biorga Composter“ pro m 2 und Schicht von 10 bis 15 cm. Reifephase Will man den Kompost möglichst rasch reifen lassen, kann als Impfmittel nach dem Abklingen der Wärmephase, und zwar beim Umsetzen, dem Kompost einige Schaufeln Landerde oder reifer Kompost zugemischt werden (20 – 30 l pro m 3 ). Dieses Material enthält die notwendigen Mikroorganismen in hoher Menge und Zusammensetzung und ist daher zur Impfung besonders gut geeignet. Das Impfmaterial ist aber nur wirksam, wenn es nach der Wärmephase zugesetzt wird. Mikroorganismen, die für die lange Phase der Reifung zuständig sind, würden durch hohe Temperaturen in der ersten Phase geschädigt. Was tun wenn ...? Problem Material ist zu trocken: Das Material lässt sich nicht zu einem Ballen formen. Kompost ist zu nass, stinkt: Beim Zusammendrücken einer Handvoll Kompost tritt Wasser aus; der Kompostriecht unangenehm und ist schmierig. Kompost wird nicht heiss: Zu hoher Wassergehalt und/oder zu verdichtet. Zu wenig holziges Strukturmaterial, zu kleine Miete, fehlender verfügbarer Stickstoff. Lösung Wasser zugeben (langsam und gleichmässig überbrausen, bis Wasser ca. auf ½ Mietenhöhe eingesickert ist) oder frisches, feuchtes organisches Material (Rasenschnitt, Küchenabfälle) beimischen. Kompost abdecken mit Plane und/oder trockenem, angerottetem Kompost oder Häckselmaterial beimischen und gut lockern. Holzschnitzel (Häcksel) mit stickstoff haltigem Kompostierungsmittel versetzt („Hauert Biorga Composter“) dem Kompost beim Umsetzen zur Strukturverbesserung in grösserer Menge zugeben (grössere Miete). Vor Vernässung schützen. Frischkompost Drei bis sechs Monate alter Frischkompost kann unter Sträuchern (2 – 3 l/m 2 ) gestreut werden. Frischkompost sollte leicht eingearbeitet werden und darf nicht für Ansaaten, Setzlinge oder Topfpflanzen verwendet werden. Frischkompost eignet sich auch nicht für die Herstellung von Pflanzsubstraten. Reifkompost Meist nach sechs bis zwölf Monaten und zweibis mehrmaligem Umschichten bzw. Lockern ist Kompost reif; Geruch und Aussehen sind der Walderde ähnlich. Es empfiehlt sich, Reifkompost mit einem Wurf- oder Trommelsieb mit einer Maschenweite von 5 – 25 mm zu sieben, um Holzteile auszuscheiden, da diese sonst das künftige Pflanzenwachstum hemmen. Gesiebter Reifkompost kann auf Blumen- und Gemüserabatten in Mengen von 2 – 3 l/m 2 ausgebracht oder als Komponente zur Substratherstellung verwendet werden (20 – 50 % Volumenanteil je nach Komposteigenschaft und Substratanforderung). Im Garten sollte der Kompost im März bis August oberflächlich eingearbeitet werden. Dabei sind unbedingt die Dosierungsempfehlungen zu beachten, denn auch zuviel Kompost kann den Gartenboden überdüngen. Es empfiehlt sich auch, den Gartenboden alle paar Jahre analysieren zu lassen. Kompost enthält reichlich Phosphor und z. T. auch Kalium und Kalk, aber eher wenig Stickstoff, was bei ungenügendem Wachstum eine Ergänzungsdüngung mit Stickstoff erforderlich macht. 81

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