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Ratgeber Garten und Landschaftsbau

Wertvolle Tipps für den Garten- und Landschaftsbau, sowie Begrünungen im öffentlichem Grün.

GRUNDLAGEN Die

GRUNDLAGEN Die Nährstoffe Für ihre Entwicklung und nachhaltige Funktionalität benötigen Pflanzen neben den Hauptnährstoffen Stickstoff, Kalium und Phosphor auch Sekundärnährstoffe wie Magnesium und Spurennährstoffe wie Eisen, Kupfer, Mangan, Zink und Bor. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist neben anderen Pflegemaßnahmen eine wesentliche Voraussetzung, damit die erwünschte Zielsetzung der entsprechenden Pflanzungen oder Grünanlagen erfüllt wird und die Leistungen und Funktionen der jeweiligen Pflanzen auch langfristig erhalten bleiben. Abb. 5: Nährstoffpyramide Voraussetzung für vitales Wachstum: ausgewogene Nährstoffversorgung Phosphor ■ Fördert Wurzelentwicklung ■ Beteiligt an Energietransport und -speicherung (ATP) Mangelsymptome: Blaugrün-violette Verfärbung älterer Blätter, wenige lange Wurzeln, kaum Verzweigung Kalium ■ Wichtiges Funktionselement im pflanzlichen Stoffwechsel ■ Reguliert den Wasserhaushalt der Pflanze ■ Fördert die Widerstandskraft gegenüber Trockenheit und Frost Mangelsymptome: Blattrandnekrosen, Gipfeldürre N P K Ca Mg S Fe Mn Zn Cu B Mo Hauptnährstoffe Sekundärnährstoffe Spurennährstoffe Abb. 7: Gipfeldürre Stickstoff ■ Unentbehrlicher elementarer Nährstoff ■ Grundbaustoff des pflanzlichen Lebens ■ Fördert verschiedene Wachstumsprozesse ■ Wesentlicher Bestandteil von Proteinen, Wachstumshormonen und des Chlorophylls Kaliummangel führt bei Laubgehölzen oft zur sogenannten Gipfeldürre und zu braunen Blatträndern. Magnesium ■ Wichtiger Bestandteil des Chlorophylls ■ Fördert die Fotosyntheseleistung Mangelsymptome: Gleichmäßige Aufhellung der Blätter, Wuchsminderung, Starrtracht Mangelsymptome: Zwischen den grünen Blattadern (beginnend bei den älteren Blättern) Aufhellungen, später Nekrosen (Interkostalnekrosen) Abb. 6: Stickstoffmangel Abb. 8: Magnesiummangel Stickstoffmangel bei Kirchlorbeer (Prunus laurocerasus) Typische Aufhellungen zwischen den Blattadern bei der Linde (Tilia cordata) 8 GALABAU UND KOMMUNALES GRÜN | www.compo-expert.de

Spurenelemente Spurenelemente erfüllen wichtige Funktionen im Stoffwechsel der Pflanze. Sie sind spezifische Aktivatoren und Kofaktoren von Enzymen und beeinflussen die Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Krankheiten und anderen Stressfaktoren. Die Aufnahme bzw. Pflanzenverfügbarkeit ist an einen relativ niedrigen pH-Wert gebunden. Deshalb ist bei Bodendüngung die Verwendung von chelatisierten Spurennährstoffen zu bevorzugen oder eine Blattdüngung vorzunehmen. Zur raschen Beseitigung von Spurennährstoffmangel hat sich in der Praxis die Anwendung von Fetrilon® Combi 1 sehr gut bewährt. Ein wichtiges Spurenelement für den GaLaBau und das Kommunale Grün ist Eisen, da insbesondere Rosen, Rhododendron und Gräser empfindlich auf Eisenmangel reagieren. Mangelsymptome: Eisenmangel zeigt sich oft auf alkalischen, leichten und zur Trockenheit neigenden Standorten in Aufhellungen der jüngeren Blätter; oft sind die Blattadern noch dunkel gefärbt. Mit Blattspritzungen können Mangelsymptome rasch behoben werden. Für jedes System bietet COMPO EXPERT Nährstoffformulierungen, die speziell auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind: ■ ■ ■ ■ Umhüllte Depotdünger (Basacote®-Dünger) mit einer Wirkungsdauer über die gesamte Vegetationsperiode sind ideal geeignet, die Pflanzsubstrate aufzudüngen. Granulierte Langzeitdünger (Floranid® Twin -, Basatop®- Dünger) bieten eine gute Möglichkeit, durch einfaches Aufstreuen auf die Baumscheibe bzw. Vegetationsfläche die Pflanzen nachhaltig mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Organisch-mineralische Formulierungen (TerraPlus® N und TerraPlus® K) mit guter Sofort- und moderater Langzeitwirkung durch organisch gebundenen Stickstoff; besonders für sorptionsschwache und humusarme Standorte. Sichere Universaldüngung für die GaLaBau- Anwendung auch im privaten Hausgarten. Flüssige Formulierungen (Baumkraft® Fluid, Vitanica® und Kamasol®) sind optimal, um während des Sommers zusammen mit der notwendigen Bewässerung Nährstoffe und ggf. nützliche Mikroorganismen (Vitanica® RZ) direkt in den Wurzelbereich zu bringen. Abb. 9: Eisenmangel bei Freiland-Hortensien Organische Düngung Zunehmend werden bei der Pflege von Privatgärten, aber auch in weniger intensiv genutzten kommunalen Rasenflächen, organisch-mineralische oder rein organische Dünger verwendet bzw. in Ausschreibungen explizit angefragt. COMPO EXPERT hat speziell für dieses Segment die Düngerlinie TerraPlus® mit unterschiedlichen Formulierungen und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Neupflanzungen – gute Startversorgung mit Nährstoffen wichtig Bei der Anzucht in den Baumschulen werden die Pflanzen in der Regel gut mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Aber auch am neuen Standort ist eine kontinuierliche Weiterversorgung wichtig. In den ersten Jahren ist sie Voraussetzung für eine schnelle Etablierung und gesunde Entwicklung von Bäumen, Sträuchern, Bodendeckern und mehrjährigen Stauden. Je nach Gegebenheit vor Ort sind die wichtigsten Maßnahmen: 1. Aufdüngung des Pflanzsubstrates 2. Oberflächliche Düngung der Baumscheiben und Vegetationsflächen mit Düngergranulaten 3. Versorgung der Pflanzen über Flüssigdünger, meist mit der Bewässerung kombiniert Die TerraPlus® Natura-Dünger sind rein organisch und für den biologischen Anbau zugelassen. TerraPlus® City Green ist vegan, d.h. die organische Substanz rein pflanzlichen Ursprungs, ebenfalls Bio-zertifiziert und somit für nachhaltige, ökologische Pflegekonzepte in Städten und Kommunen optimal geeignet. TerraPlus® CityGreen ist außerdem auch für die Pflanzdüngung und Kräftigung von Stadtbäumen und Gehölzen auf suboptimalen Standorten anzuwenden. Bei den beiden organisch-mineralischen Düngern TerraPlus® N und TerraPlus® K wird neben einer guten Nährstoffversorgung durch die Kombination mit Meeresalgen und Huminsäuren auch das Wurzelwachstum und die Bodenbiologie angeregt. Deshalb eignen sich diese beiden Dünger insbesondere für die Düngung von Sportrasenflächen auf humusarmen und sorptionsschwachen, sandreichen Böden bzw. DIN-Rasentragschichten. GALABAU UND KOMMUNALES GRÜN | www.compo-expert.de 9