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Wie wir wurden, was wir sind

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Ein Buch über die Firma Samen Schwarzenberger. Vom Gründer Johann bis zur Betriebsübergabe 2022 von Erich an Markus Schwarzenberger. Viele Jahrzehnte beschreiben spannendste Ereignisse.

12.04.1940 15.06.1941

12.04.1940 15.06.1941 22.05.1945 Gauleiter Franz Hofer wird Reichsstatthalter von Tirol-Vorarlberg. 17.01.1942 Zwischen 15. Dezember 1943 und 20. April 1945 kamen bei insgesamt Die Tiroler spenden 18.212 Paar Ski 22 Luftangriffen auf die Landeshauptstadt 504 Menschen ums Leben. für Frontsoldaten in Russland. Knapp 60 Prozent aller Wohnungen wurden dabei beschädigt oder zerstört, tausende Menschen obdachlos. 04.02.1943 stark zunehmenden Fremdenverkehr aus Deutschland. Doch die Schatten wurden dichter und am 9. und 10. November 1938 manifestierten sich die Gräuel der nationalsozialistischen Ideologie in der Pogromnacht, in der in Innsbruck vier jüdische Bürger umgebracht und viele weitere verletzt wurden – auf ausdrücklichen Befehl des ehemaligen Innsbrucker Radiohändlers und nunmehrigen Gauleiters Franz Hofer, der Anfang der 1930er Jahre einer Verhaftung wegen verbotener politischer Tätigkeit durch Flucht nach Berlin entgangen war. Arbeitermangel. Mit 1. Jänner 1939 wurde der Zehnstundentag offiziell zur Regel. Ab 1939 waren die Arbeitsämter berechtigt, Arbeitnehmer aus bestehenden Arbeitsverhältnissen herauszulösen und zu kriegsrelevanten Tätigkeiten zwangszuverpflichten. Trotz der rigiden Arbeitsverpflichtungen gab es zu wenige Arbeitskräfte. In der Folge wurden bis zu 30.000 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene in den Gau Tirol-Vorarlberg verschleppt. Die Bomben kommen. Als „Luftschutzkeller des Reiches“ war Tirol bis 1943 bezeichnet worden, doch die Rüstungsindustrie und die deutsche Nachschublinie über die Brennerstrecke gewannen für die Alliierten an Bedeutung, seitdem die Stadtarchiv Innsbruck 10.12.1941 Es wird aufgerufen, Kirchenglocken für die Rohstoffgewinnung herzugeben. Bis Kriegsende werden 80 Prozent der Tiroler Glocken eingeschmolzen. Der Beschluss der Reichsleitung, die Munitionserzeugung in sichere Gebiete zu verlegen, führt zum Höhepunkt der Rüstungsproduktion in Tirol. 13.06.1943 28.04.1944 Befehl zum Ausbau der „Kernfestung“ in den Tiroler Alpen. Die 44. US-Infanterie-Division stößt bei Vils nach Tirol vor. 02.05.1945 Das Haller Freischwimmbad wird eröffnet. 28.08.1942 Kinder aus bombardierten deutschen Städten werden nach Tirol verschickt. 25.08.1943 209 Schüler aus Tiroler Oberschulen werden zur Bedienung von Flugabwehrkanonen eingesetzt. Bei einem Luftangriff wird das Stift Wilten zerstört. Ab 20. Oktober werden Ziele in Innsbruck, Hall, Schwaz und Rum sowie die Brenner-Eisenbahnstrecke zerstört. 25.09.1944 Führererlass zum „Deutschen Volkssturm“: Alle Männer zwischen 16 und 60 Jahren werden zum Kriegsdienst eingezogen. Widerstandskämpfer unter Karl Gruber nehmen Innsbruck ein. Am nächsten Tag wird die provisorische Landesregierung unter Gruber anerkannt. Am 5. Mai wird die Kapitulationsurkunde unterzeichnet. Nach der Wiederherstellung der Republik wurde Gruber 1945 provisorischer Landeshauptmann von Tirol. Nach den Bundesländerkonferenzen des Jahres 1945 wurde Gruber als Vertreter der westlichen Bundesländer nach Wien in die Provisorische Staatsregierung unter Karl Renner berufen 21.06.1945 Die erste Ausgabe der Tiroler Tageszeitung erscheint. 28.10.1945 Alfons Weißgatterer wird zum Landeshauptmann bestellt und am 11. Dezember durch den Landtag bestätigt. 28.06.1946 Die französische Militärregierung in Tirol wird beendet. 24.01.1947 04.07.1948 Zum ersten Mal nach dem Krieg landen zivile Flugzeuge in Innsbruck. Am 15. Jänner war der Flughafen „Innsbruck-West“ auf der Ulfiswiese. 19.06.1945 Gauleiter Franz Hofer wird von US-Truppen verhaftet. Er entkommt 1948 und taucht im deutschen Mühlheim unter. 26.11.1945 Ein Großbrand zerstört Grins bei Landeck vollständig. 12.12.1946 Die Tageskalorienration der Tiroler wird auf 1471 Kalorien erhöht. Die Stromkrise in Innsbruck erreicht ihren Höhepunkt. Am 1. September wird außerdem wegen Trockenheit das Achenseekraftwerk stillgelegt. Es kommt zu einem Strommangel in ganz Tirol. 30.01.1949 Das erste Skispringen auf der neu errichteten Bergisel- Schanze findet statt. Wehrmacht im September 1943 Italien besetzt hatte. Tirol traf es völlig unvorbereitet, denn noch im Herbst 1943 hatte die Gaubezirksgruppe Tirol-Vorarlberg den Bau von Luftschutzstollen untersagt. Von Dezember 1943 an war Tirol Ziel von alliierten Luftangriffen. Allein in Innsbruck starben hunderte Zivilisten bei den Angriffen. Insgesamt wurden auf Vorarlberg, Nord- und Südtirol rund 20.000 Tonnen Bomben abgeworfen, die rund 1.500 Tote forderten. Ungefähr 15.000 Tiroler waren während der NS-Zeit an der Front, in Gefängnissen, Konzentrationslagern und durch Bomben ums Leben gekommen. Zehn Jahre nach Kriegsende meldete die offizielle Statistik des Landesinvaliden- Am 3. August 1938 wird die Großglockner Hochalpenstraße eröffnet. Das Projekt hatte insofern eine besondere Bedeutung, als Südtirol mit dem Friedensvertrag von Saint Germain von Österreich abgetrennt war und die ehemalige innerösterreichische Verbindung von Kärnten nach Nordtirol über den Brennerpass verloren war. amts noch fast 10.000 von der Fürsorge betreute Kriegsversehrte, 4.054 Witwen, 5.103 Waisen und 2.564 EItern von Gefallenen. Im August 1945 hatten die ersten Heimkehrertransporte begonnen, aus Italien und Norwegen, dann aus Frankreich. Am 1. Oktober 1945 waren 26.985 Tiroler Soldaten noch nicht heimgekehrt, davon 8.000 aus Russland. ▞ 22 23